Lost Place VS StreetArt: An der alten Schilleroper in St.Pauli nagt die Zeit und die Kunst

Eines der wohl beeindruckendsten und bekanntesten Lost Places, die schon mehrfach im Fokus der Öffentlichkeit stand, ist die alte Schilleroper in St.Pauli. Die Schilleroper hat eine lange Geschichte hinter sich, die man gut bei Wikipedia nachlesen kann. Der Stahlskelettbau war 1889 bis 1891 für den Circus Busch erbaut worden. Er wurde 1891 mit einer Galavorstellung eröffnet und fasste in seinem Zuschauerraum über Tausend Besucher. In Nebengebäuden befanden sich u.a. Artistenwohnungen, ein Requisitenfundus und Elefantenställe. Der Zirkus zog von dort bereits 1899 in einen neuen festen Zirkusbau am Zirkusweg nahe der Reeperbahn um. Durch seine ursprüngliche Nutzung erhielt das 24 Meter hohe Hauptgebäude der Schilleroper die von einem Zirkuszelt oder einem großes Zelttheater abgeleitete Rundform. Diese Rotunde ist heute von ein- und zweigeschossigen Anbauten umgeben, deren Gestalt im Verlauf des 20. Jahrhunderts mehrfach verändert wurde. So wurde u.a. das historische Foyer und Bühnenhaus nur vereinfacht wieder aufgebaut, nachdem es im Zweiten Weltkrieg durch Bomben stark beschädigt worden war. Die Grundstücksfläche beträgt rund 3050 m². Heute ist von dem Bau nur noch die Fassade einsehbar, die Schilleroper ist leerstehend und verbarrikadiert. Vor kurzem stattete ich dem Lost Place einen ersten Besuch ab, wo folgende Bilder entstanden sind.

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Wie bereits auf dem letzten Bild sehr gut zu erkennen ist, bleibt ein solchen öffentlicher Ort nicht lange von den StreetArtists und Graffiti-Sprayern unentdeckt. Gegen die Zeichen der Zeit prallen nun die Farbdosen und mit Kleister behafteten Papierstücke, die das Gebäude sukzessive bunter machen. Hier einige Detailaufnahmen von Künstlern, die ihr Werk an die Schilleroper angebracht haben.

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StreetArt Hamburg, An der Schilleroper, SPÄM, Foto: Sebastian Hartmann

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StreetArt Hamburg, An der Schilleroper, SIRO und andere, Foto: Sebastian Hartmann

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StreetArt Hamburg, An der Schilleroper, Foto: Sebastian Hartmann

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StreetArt Hamburg, An der Schilleroper, Dave The Chimp/Marshal Arts, Foto: Sebastian Hartmann

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StreetArt Hamburg, An der Schilleroper, Marshal Arts (Destroyed), Foto: Sebastian Hartmann

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StreetArt Hamburg, An der Schilleroper, El Bocho und andere, Foto: Sebastian Hartmann

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StreetArt Hamburg, An der Schilleroper, Marshal Arts und andere, Foto: Sebastian Hartmann

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StreetArt Hamburg, An der Schilleroper, SPÄM und andere, Foto: Sebastian Hartmann

Man darf gespannt sein, was in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren mit der Schilleroper passiert. Ich werde mal regelmäßig vorbeischauen, um das Ganze zu beobachten. Und natürlich werde ich via Bild und Text berichten.

4 Kommentare

    1. Hallo Kai, vollkommen richtig. Genau diese Entwicklung werd ich noch mal weiter beobachten. Viele Grüße!

  1. Hallo Sebastian. Ich bin gespannt. Hoffen wir (endlich mal) auf ein gutes Ende.

  2. Timothy Froh · · Antworten

    Mich würde einmal interessieren, wie es nun jetzt dort aussieht….weiß da jemand was?

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